Fusionsvorhaben mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden

Gemeinsam stärker in die Zukunft

Deutliche Mehrheit für die Fusion

Bei den außerordentlichen Vertreterversammlungen der VR Bank Enz plus (08. November 2021) und Volksbank Karlsruhe Baden-Baden (09. November 2021) stimmten eine überzeugende Mehrheit der jeweils anwesenden Vertreterinnen und Vertreter für eine Verschmelzung beider Häuser.

Damit bündeln die VR Bank Enz plus und die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden im kommenden Jahr mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ihre Kräfte. Die Mitte des Jahres aufgenommenen Fusionsgespräche kommen damit formell zu einem erfolgreichen Abschluss. Durch den Zusammenschluss entsteht eine Genossenschaftsbank mit insgesamt rund 265.000 Kunden sowie einer Bilanzsumme von rund 8 Milliarden Euro. Die Eintragung der Fusion ins Genossenschaftsregister ist für Oktober 2022 vorgesehen, die Zusammenlegung der Bankdaten und der IT-Landschaft folgt Anfang November. Bis dahin bleibt für die Kunden der VR Bank Enz plusalles wie gehabt. Danach jedoch gelten Bankleitzahl und BIC der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden und somit auch neue IBAN-Nummern. Beide Häuser sichern zu, die von einer Umstellung betroffenen Kundinnen und Kunden rechtzeitig und umfassend zu informieren.

„Wir sind sehr zufrieden und dankbar, dass sich 229 Vertreterinnen und Vertreter die Zeit genommen und zur außerordentlichen Vertreterversammlung gekommen sind“, so Jürgen Wankmüller, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Enz plus. „Wir schreiben heute Abend Geschichte. Das Votum der Vertreterinnen und Vertreter entscheidet maßgeblich über die zukünftige Entwicklung der Bank und die Leistungsfähigkeit für die Kunden und Mitglieder.“

„Wir freuen uns über das klare Votum unserer Vertreterinnen und Vertreter. Sie haben damit den Weg frei gemacht für eine zukunftssichere und leistungsstarke Bank entlang der Rheinschiene bis hinein in den Enzkreis. Durch die Verschmelzung sichern wir nachhaltig die Regionalität und die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden. Zudem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute Zukunft mit sicheren und vor allem attraktiven Arbeitsplätzen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, Andreas Lorenz.

In der jetzt beschlossenen Fusion sehen beide Häuser einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem noch leistungsfähigeren Institut. Denn aktuell führt die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden Fusionsgespräche mit der Volksbank Pforzheim. Sollten die Vertreterversammlungen auch diesem Vorhaben im kommenden Frühjahr grünes Licht geben, bündeln die Volksbank Karlsruhe Baden-Baden, die VR Bank Enz plussowie die Volksbank Pforzheim im kommenden Herbst auf einen Schlag die Kräfte zur dann größten genossenschaftlichen Regionalbank in Baden-Württemberg. Damit entstünde eine Bank mit einer Bilanzsumme von rund 11 Milliarden Euro, gut 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 172.000 Mitgliedern und insgesamt 380.000 Kunden.

 

 

Karte

Karte

 

 

Gemeinsame Bank

Fusionierte Bank

 

 

Beweggründe

JÜRGEN WANKMÜLLER Vorstandsvorsitzender VR Bank Enz plus

Unser Haus ist derzeit sehr gut aufgestellt. Mit der Fusion zur VR Bank Enz plus und dem Zukunftsprojekt „ZUKUNFT. GESTALTEN.“ haben wir bereits wichtige Weichen gestellt. Die aktuellen Ergebnisse belegen dies deutlich. Trotzdem dürfen wir uns nicht auf diesem Erfolg ausruhen, sondern müssen rechtzeitig die nächsten Schritte einleiten. Die neue Bankgröße verspricht deutliche Effizienzvorteile. Die damit verbundene wirtschaftliche Stärke ist notwendig, um unter schwierigen Rahmenbedingungen auch langfristig für die Menschen und Unternehmen in unserer Region ein gewohnt starker Partner zu bleiben. Auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von einem stabilen Arbeitgeber profitieren, der weitere berufliche Spezialisierungen und Qualifizierungen ermöglicht.

 

ANDREAS LORENZ Vorstandsvorsitzender Volksbank Karlsruhe Baden-Baden

Die VR Bank Enz plus ist eine sehr leistungsstarke und kundenorientierte Bank in einer attraktiven Region. Aus Sicht der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden ergeben sich viele Ansatzpunkte, von denen die Kundinnen und Kunden beider Häuser durch einen Wissens- und Erfahrungstransfer profitieren können. In den vergangenen Jahren hat die VR Bank Enz plus bereits gezeigt, dass die Umsetzung erforderlicher Veränderungen zu besseren Leistungen für die Kunden und guten Ergebnissen für die Bank führt. Aufbauend auf unserem gemeinsamen genossenschaftlichen Wertefundament und dem gleichen Verständnis von regionaler Kundennähe und qualifizierter Beratung sind wir sehr zuversichtlich, dass ein Zusammen­schluss für beide Genossenschaften deutliche Vorteile bietet.

REINHARD ENGEL Aufsichtsratsvorsitzender VR Bank Enz plus

Die langfristigen Auswirkungen des negativen Zinsniveaus sowie eine Vielzahl neuer und wachsender regulatorischer Anforderungen werden das künftige Ergebnis und somit die Handlungsfähigkeit als verlässlicher Kreditpartner des Mittelstands belasten. Hinzu kommt der steigende Wettbewerbsdruck durch Nichtbanken und das sich verändernde Kundenverhalten. Unter diesen Voraussetzungen gilt es das Heft des Handelns in der Hand zu behalten und die nötigen Entscheidungen im Sinne der Genossenschaft rechtzeitig zu treffen. Die Entscheidungen der vergangenen Jahre waren dabei schon richtungsweisend, nun gilt es den nächsten Schritt zu gehen.

 

MARTIN SCHÖNER Vorstand VR Bank Enz plus

Mit unserem KompetenzCenter-Konzept haben wir auf die steigenden Anforderungen an unsere Qualitätsberatung reagiert und stellen diese so dauerhaft in der Region sicher. Vertraute Ansprechpartner und das nötige Spezialwissen sind gebündelt in der Nähe unserer Kunden. Gleichzeitig wächst die Erwartungshaltung unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden bezüglich Schnelligkeit, Erreichbarkeit und Servicedienstleistungen permanent. Was aus anderen Branchen bekannt ist, wird auch zunehmend im Bereich der Finanzen und insbesondere von der Hausbank erwartet. Hier haben wir in der Vergangenheit beispielsweise durch unser leistungsfähiges KundenServiceCenter und den innovativen VR VideoService ein echtes Leistungsplus geschaffen. Um auch künftigen Anforderungen gerecht zu werden, brauchen wir spezialisierte Mitarbeitende und müssen große weitere Investitionen tätigen, was in einer größeren Einheit einfacher zu stemmen sein wird.

ULF MEISSNER Vorstand VR Bank Enz plus

Gerade in beratungsintensiven Themen wie der Generationenberatung und der Begleitung des Mittelstands, beispielsweise bei der Unternehmensnachfolge, können wir in der neuen Struktur noch weiter spezialisierte Leistungen bieten. Die vorhandene Expertise der beiden Genossenschaftsbanken ergänzt sich dabei ideal. Für unsere Mitarbeitenden bietet das die Gelegenheit, sich noch weiter zu spezialisieren. Und die bereits von unseren Mitgliedern intensiv in Anspruch genommene Generationenberatung, Nachlassabwicklung und Testamentsvollstreckung wird auch den Mitgliedern in Karlsruhe und Baden-Baden zu Gute kommen. Gleichzeitig kann sich das neue Haus auch noch stärker im Bereich der Stiftungen engagieren und so das Leistungsspektrum vervollständigen.

ARMIN KÜHN Vorstand VR Bank Enz plus

Durch die neue Größe entstehen neue Möglichkeiten in der Kreditvergabe und der Refinanzierung für die Bank. Neben unserer bekannten Qualitätsberatung können unsere Kundinnen und Kunden so von wettbewerbsfähigeren Leistungen und Konditionen profitieren. Konnten wir in der Vergangenheit aufgrund fehlender Bankgröße Kreditanfragen größerer Firmen nur gemeinsam mit Partnern bedienen, ist das zukünftig allein möglich. Das macht uns für unsere Kunden flexibler und leistungsfähiger. Gleichzeitig müssen wir die ohnehin geringen Zinserträge nicht noch mit einem Partner teilen und stärken so die Wirtschaftlichkeit der Bank.

 

 

Fragen und Antworten

WIE IST DER STAND DER FUSION UND WAS IST BEREITS ENTSCHIEDEN?

Zum bisherigen Fusionsvorhaben der VR Bank Enz plus mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden schließt sich auch die Volksbank Pforzheim an. Die Aufträge zu den Fusionsgesprächen wurden dazu von den jeweiligen Aufsichtsgremien an die Vorstände erteilt. Auf dieser Basis finden Gespräche zur Gestaltung der neuen Genossenschaftsbank statt. Dabei werden wichtige Eckpfeiler diskutiert, welche nach einem positiven Vertretervotum die Grundlagen für das neue Haus sein werden. Die konkreten Planungen können erst nach den beschließenden Vertreterversammlungen beginnen.

In dreizehn Vertreterdialogen wurden und werden die Vertreter unserer Bank ausführlich über die Hintergründe zum Fusionsvorhaben sowie den aktuellen Stand der Gespräche informiert. > Vertreterdialoge

WIE GEHT ES WEITER?

Am 8. und 9. November stimmen die Vertreterversammlungen in Remchingen und Karlsruhe wie geplant über die Fusion zwischen der VR Bank Enz plus sowie der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden zum 1. Januar 2022 ab. Unabhängig davon starten nun konkrete Fusionsverhandlungen mit Pforzheim. Zu diesem Zusammenschluss sollen die Vertreterinnen und Vertreter im Frühsommer 2022 befragt werden. Die Fusion würde dann rückwirkend zum 1. Januar 2022 erfolgen.

WER ENTSCHEIDET ÜBER DIE FUSION?

Die Vertreter der drei Häuser entscheiden über die Fusion.