Jahressteuerbescheinigung: Was steht drin?

Zu viel gezahlte Steuern zurückerhalten

22. Januar 2019

Die Jahressteuerbescheinigung enthält eine Auflistung sämtlicher steuerpflichtiger Kapitalerträge. Doch was steht genau in der Bescheinigung? Wann ist sie sinnvoll? Informationen rund um das Thema Jahressteuerbescheinigung erhalten Sie hier.

Die Jahressteuerbescheinigung

In der Jahressteuerbescheinigung sind alle steuerpflichtigen Kapitalerträge aus Konten und Depots eines Jahres aufgelistet. Mithilfe dieser Bescheinigung lässt sich die Einkommensteuererklärung und die Anlage KAP ausfüllen. Reichen Sie die Jahressteuerbescheinigung zusammen mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt ein. Eine solche Bescheinigung erhalten Sie von Ihrer Bank. Sollten Sie keine erhalten, fragen Sie bitte nach.

Was steht in der Jahressteuerbescheinigung?

Wie umfangreich die Auflistung ist, hängt davon ab, welche Anlageprodukte Sie haben. Die Bescheinigung enthält unter anderem folgende Angaben:

  • Höhe und Art der Kapitalerträge,
  • Kapitalertragssteuer,
  • Solidaritätszuschlag,
  • Kirchensteuer zur Kapitalertragssteuer,
  • Zeitraum, in dem Sie die Kapitalerträge erzielt haben.


Wer benötigt eine solche Bescheinigung?

Durch die Jahressteuerbescheinigung können Sie zu viel gezahlte Abgeltungs- und Einkommensteuer zurückerhalten. Sie benötigen eine solche Bescheinigung, wenn Sie zum Beispiel

  • Ihren Freistellungsauftrag für Kapitalerträge vergessen oder in zu geringer Höhe beantragt haben,
  • Kapitaleinkünfte haben, aber Ihr zu versteuerndes Einkommen bei 16.000 Euro für Singles beziehungsweise 32.000 Euro bei Ehepaaren liegt, denn dann greift ein günstigerer Steuersatz,
  • Anspruch auf eine Nichtveranlagungsbescheinigung haben, diese jedoch noch nicht beantragt haben. Mit der NV-Bescheinigung können Sie von Steuerabgaben auf Kapitalgewinne freigestellt werden.