Ausgerüstet für den Notfall

07.09.2018

Dieser Tage ging ein langersehnter Wunsch der DRK Ortsgruppe Tiefenbronn in Erfüllung. Die VR Bank Enz plus hat es mit einer Spende von 500 Euro dem Notfalleinsatzteam ermöglicht, die drei für die Erstversorgung eingesetzten Notfallkoffer gegen einen kompakt gefüllten Einsatzrucksack auszutauschen.

Der 2. Vorsitzende des DRK Tiefenbronn Günter Schneider, DRK-Bereitschaftsleiter Rüdiger Schneider und der stellv. Bereitschaftsleiter Stefan Schoch freuen sich über die Spende von VR Bank Enz plus-Geschäftsstellenleiter Marc Thielmann

Im Jahr 1998 entschloss sich der DRK Ortsverein Tiefenbronn ein Helfer-vor-Ort-System in der Gemeinde Tiefenbronn einzurichten. Dafür wurde ein  Ford Transit vollständig in Eigenarbeit zu einem vollwertigen Krankentransportwagen ausgebaut. Selbstverständlich sind heute längst neue Fahrzeuge im Bereitschaftsdienst im Einsatz, aber das Bespiel macht das große Engagement des Vereines deutlich.

Anfangs waren Einsätze in Tiefenbronn, Mühlhausen und Lehningen zu bewältigen, inzwischen wird der Ortsverein von der Rettungsleitstelle Pforzheim zu Notfällen im gesamten Biet und den Nachbargemeinden gerufen. Die Einsatzzahlen haben seit dem Anfangsjahr stetig zugenommen. Insgesamt konnten seit der Einführung des Helfer-vor-Ort-Systems über 1900 Notfalleinsätze geleistet werden.

Am häufigsten treten internistische Notfälle ein, gefolgt von chirurgischen Notfällen und Verkehrsunfällen, weniger oft sind neurologische Notfall-Einsätze, Brände sowie gynäkologische oder urologische Notfälle.

In vielen Fällen handelt es sich bei den Alarmierungen um Patienten, die sich in akuter Lebensgefahr befinden. Durch das erheblich schnellere Eintreffen an der Einsatzstelle, im Vergleich zum hauptamtlichen Rettungsdienst aus Pforzheim, konnte das Leben von vielen Patienten gerettet werden. Im Durchschnitt ist die Schnelleinsatzgruppe des DRK Tiefenbronn in drei bis fünf Minuten am Unfall- oder Einsatzort. Meistens sind die DRKler in der Lage, den Patienten vollständig notfallmedizinisch versorgt dem Rettungsdienst zu übergeben, der dann den unverzüglichen Transport in die nächste Klinik zu gewährleistet. Das Helfer-vor-Ort-System ist kein Ersatz für den hauptamtlichen Rettungsdienst, sondern fungiert als dessen Unterstützung vor Ort.

Die Schnelleinsatzgruppe Tiefenbronn setzt sich momentan aus sechs entsprechend ausgebildeten Helferinnen und Helfern zusammen. Diese sind bereit 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ehrenamtlich das Fahrzeug zu besetzen. Die Alarmierung erfolgt parallel zum Rettungsdienst über die Rettungsleitstelle Pforzheim. Die regelmäßig stattfindenden Aus- und Fortbildungen gewährleisten ein gleichbleibend hohes Niveau der Hilfeleistung.

Für die geleisteten Einsätze erhält der Ortsverein keinerlei Entgelt, weder von den Krankenkassen noch vom Rettungsdienst. Alle entstehenden Kosten für Einsatzmaterial, Kraftstoff und Reparaturen am Fahrzeug müssen vom Ortsverein selbst getragen werden.

Dieses ehrenamtliche Engagement im Dienste der Lebensrettung begeisterte auch Marc Thielmann von der VR Bank Enz plus. Thielmann ist als Geschäftsstellenleiter in Mühlhausen und Hohenwart direkt vor Ort und sieht den Einsatz des Bereitschaftsdienstes nicht als selbstverständlich. „Gerne wollen wir als Bank vor Ort dieses lebensrettende Engagement der ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes mit unserer Spende unterstützen“, so Thielmann. „Wenn wir, als VR Bank Enz plus damit einen Beitrag zur Rettung von Leben beitragen können, freut uns das umso mehr.“