Auf den Wasserwegen der Zaren

20.08.2019

Elf Tage lernten die Reiseteilnehmer an Bord des Viersterneschiffes MS Kronstadt die vielen Gesichter Russlands kennen: wunderbare Fluss- und Seenlandschaften, beeindruckende Bauwerke und spannende Städte.

Das "schwimmende Hotel", das Viersterneschiff MS Kronstadt

Voller Vorfreude bestiegen am 7. August die Reisekunden der VR Bank Enz plus den Bus, der sie nach Frankfurt brachte. Von dort ging der Flug nach St. Petersburg, wo die Gruppe am Flughafen Pulkowo abgeholt und zu ihrem Schiff gefahren wurde, welches die kommenden elf Tage das Herzstück der Reise werden sollte.

Am Donnerstag erschlossen sich die Urlauber die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des 300 Jahre alten St. Petersburg zunächst bei einer Stadtrundfahrt. St. Petersburg, zählt zu den schönsten Städten der Welt und wird auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet, da der Fluss Newa ihr Bild maßgeblich prägt. Am Ufer reiht sich ein prachtvoller Palast an den anderen. Die Reisenden besuchten die Peter-und-Paul-Festung. Die Anlage stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gilt als Ursprung des historischen Zentrums, denn deren Grundsteinlegung datiert das offizielles Gründungsdatum der Stadt. Nachmittags stand der Besuch der Eremitage mit dem berühmten Winterpalast auf dem Programm. Der Gebäudekomplex zählt zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt und beherbergt über 3,5 Millionen Exponate, zu denen unter anderem das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci "Madonna Litta" zählt.

Schloss und Park Peterhof

Bei einem Ausflug nach Peterhof lernten die Reisenden am kommenden Tag die nähere Umgebung von St. Petersburg kennen. Der Schlosspark mit seinen Wasserspielen, Skulpturen und der Blumenpracht ist eine Augenweide und ein unvergessliches Erlebnis. Ein Teil der Gruppe unternahm anschließend noch einen weiteren Ausflug in die Stadt Puschkin. Das auch Zarskoje Selo, übersetzt „Zarendorf“, genannte Residenz-Ensemble wurde 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

Samstags manövrierte der Kapitän die MS Kronstadt über den Ladogasee, den größten Süßwassersee Europas, sowie über den malerischen Fluss Swir, der den Ladogasee mit dem Onegasee verbindet und an einigen Stellen so schmal ist, dass immer nur ein Schiff passieren kann. Zum hautnahen Erlebnis mit Flora und Fauna kam es beim „grünen Stopp“ in Mandrogy.

Holzarchitektur im Freilichtmuseum Kischi, das zu den UNESCO Kulturerben zählt

Nach der Fahrt über den Onegasee erreicht das Schiff am Sonntag mit der Insel Kischi den nördlichsten Punkt der Kreuzfahrt. Eingebettet in eine märchenhafte Naturlandschaft ist Kischi das Kleinod des Nordens. Auf der Insel befindet sich ein zum UNESCO Kulturerbe zählendes Freilichtmuseum mit Denkmälern nordrussischer Holzarchitektur.

Am sechsten Reisetag fuhr das Schiff auf vielen kleinen Flüssen und Seen des Wolga-Baltische-Kanalsystems. Von Goritzy aus, einer Ortschaft am Weißen See, wurde das Kirillow-Beloserski-Kloster besucht. Die bewegende Geschichte des Auferstehungsklosters, das ursprünglich nur aus einer hölzernen Kapelle und einem Blockhaus für die Mönche bestand und mittlerweile ein bedeutendes Ikonenmuseum beherbergt, zog alle Reisenden in ihren Bann.

Das Schiff kreuzte am folgenden Tag auf der oberen Wolga. Nach der Passage des Rybinsker Stausees erreichte es Jaroslawl, eine der ältesten Städte Zentralrusslands, die im Jahr 2010 ihr 1.000-jähriges Bestehen feierte. Bei einer Rundfahrt konnte die Reisegruppe die Sehenswürdigkeiten der Stadt erleben. Das Erlöserkloster, das im 12. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gebaut wurde und die Erlöserkathedrale mit drei großen Goldkuppeln, die im Jahre 1516 fertiggestellt wurde. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist auch die weiße Prophet-Elias-Kirche mit ihren fünf grünen Zwiebelkuppeln und zwei Zeltdach-Türme.

Die Wolga entlang zurück ging es am achten Tag. Nachdem der Rybinsker Stausee passiert wurde, empfing die Teilnehmer die altehrwürdige Stadt Uglitsch mit dem Geläut der Kreml-Glocken und lud zu einem Rundgang ein. Dazu gehörte ein Besuch der roten Dmitrij-Blut-Kirche, die mit ihren leuchtend blauen Kuppeln schon von weitem zu sehen ist. Die Kirche wurde 1692 in Gedenken an Dimitrij, den Sohn Iwans des Schrecklichen, errichtet, der an dieser Stelle ermordet wurde.

Die russische Hauptstadt war Ziel des folgenden Reisetages. Moskau ist und bleibt unangefochten das Herz des russischen Riesenreiches. Aufwendige Restaurierungsarbeiten und neue architektonische Akzente machten die Stadtrundfahrt auch für erfahrene Russlandreisende zu einem Erlebnis. Beim spätabendlichen fakultativen Ausflug konnten die Reiselustigen Moskau bei Nacht erleben und dabei auch einige eindrucksvolle Stationen der berühmten Metro besichtigen. Den Ruf, der schönsten U-Bahn der Welt hat die Moskauer Metro nicht zuletzt deshalb, weil die besten Architekten und bedeutendsten Künstler die Bahnstationen in der Innenstadt zu „unterirdischen Palästen“ gemacht haben. Außerdem wurden für deren Bau hochwertige Materialien, wie beispielsweise verschiedene Marmor- und Granitgesteine, benutzt.

Der imposanteste Gebäudekomplex der Stadt Moskau: der Kreml

Tag zehn der Reise galt ebenfalls der Hauptstadt. Am imposantesten Gebäudekomplex der Stadt, dem Kreml, ist Geschichte hautnah zu spüren. Mit dem Bau einer mittelalterlichen Burg begann die Stadtgeschichte Moskaus. Ab Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Kreml als Festungsanlage in Form einer Zitadelle neu errichtet. Er gilt zusammen mit dem benachbarten Roten Platz als bedeutendste Sehenswürdigkeit in Moskau und wurde als politisches und ehemals religiöses Zentrum Russlands in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Blick aus einem Bullauge der MS Kronstadt

Nach einer weiteren Nacht an Bord hieß es am elften Urlaubstag Abschied nehmen von einem faszinierenden Land mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, Palästen, Kirchen und Klöstern, mit einer Fülle von Kunstschätzen sowie uralte Traditionen.

Reiselustige haben dieses Jahr noch die Möglichkeit bei der VR Bank Enz plus im Oktober die Schönheit der Steiermark bei einer sechstägigen Busreise zu erleben oder bei einem Tagesausflug den Weihnachtsmarkt Basel am 11. Dezember zu besuchen. Am 24 Oktober stellt Reisebegleiterin Anna Maisch an einem Reiseinformationsabend die Reiseziele des Jahres 2020 vor. Anmeldung und Informationen zu allen Reisen auf allen Geschäftsstellen der VR Bank Enz plus und über den folgenden Link