Mit Herz und Verstand

23.05.2019

Zu ihrer Vertreterversammlung hatte die VR Bank Enz plus ihre Vertreter und Gäste in die Kulturhalle in Remchingen-Wilferdingen eingeladen. Vorstand und Aufsichtsrat haben den anwesenden rund 450 Vertretern und Gästen die Zahlen für das erste Geschäftsjahr nach erfolgreicher Verschmelzung in 2017 präsentiert. Als „Ihr Partner in der Region“ konnte sich das Geldinstitut sehr gut behaupten.

Im Rahmen der Vertreterversammlung verabschiedete der Vorstandsvorsitzende der VR Bank Enz plus, Jürgen Wankmüller, den ersten stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhold Linzmeier nach 32-jähriger Aufsichtsratstätigkeit. Vorstandsmitglied Klemens Schork hielt die Laudatio und auch der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Engel würdigte Linzmeiers Verdienste um die Genossenschaft.

Die gute Geschäftsentwicklung begründet die Bank mit der Qualitätsberatung, ausgerichtet ausschließlich an den Bedürfnissen und Interessen der über 67.000 Kunden, von denen mehr als die Hälfte auch Mitglieder der Bank sind. „Wir stellen zuerst einmal viele Fragen und hören gut zu. Danach sprechen wir gemeinsam über Lösungsmöglichkeiten. Und zwar so, dass unsere Kunden das gut nachvollziehen und damit selbst die für Sie passenden Entscheidungen treffen können. Wir sind Berater, unsere Kunden die Entscheider“ so der Vorstandvorsitzende Jürgen Wankmüller.

Und das hat zu sehr guten Ergebnissen geführt. Obwohl der Kreditwirtschaft innerhalb der bestehenden volkswirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen enge Grenzen gesetzt sind, konnte die Bank im Kundengeschäft sehr erfreuliche Zuwächse erzielen. Das betreute Kundenvolumen ist um rund 118 Mio. Euro auf 3 Mrd. Euro gestiegen (+3,7%). Hier haben sowohl Steigerungen beim Kundenanlagevolumen (+2,9% auf 1,77 Mrd. Euro) als auch beim Kundenkreditvolumen (+5,0% auf 1,23 Mrd. Euro) beigetragen. Die Bilanzsumme liegt mit über 1,4 Mrd. Euro dabei nur unwesentlich über dem Wert des Vorjahres, was die Bank mit der Rückführung von Interbankengeldern begründet. Dies war aufgrund der guten Entwicklung der Kundeneinlagen möglich und ist eine Synergie aus der Fusion, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Er sieht die Bank Dank ihrer hochmotivierten und sehr qualifizierten Mitarbeiter, im Kontext mit den mehrjährig laufenden Projekten und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung, für die Zukunft gut aufgestellt. „Die zukunftssichere Ausrichtung der VR Bank Enz plus als leistungsfähiger und kompetenter Partner ihrer Mitglieder und Kunden wird auch in Zukunft der Dreh- und Angelpunkt all ihrer Aktivitäten bleiben“, schloss der Vorstandsvorsitzende seinen Bericht.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Engel und die Vorstandsmitglieder Klemens Schork, Martin Schöner, Jürgen Wankmüller (Vorstandsvorsitzender), Ulf Meißner und Armin Kühn präsentieren den druckfrischen Jahresbericht 2018.

Als Betriebsergebnis vor Bewertung werden 9,1 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr 8,5 Mio. Euro). Mit diesem Wert ist die Bank sehr zufrieden. Die vor allem für die Finanzwirtschaft schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere der anhaltenden Nullzinspolitik der EZB, waren zu verkraften. Die mit der Fusion angestrebten positiven Effekte begannen in 2018 Wirkung zu entfalten. Das qualitativ gute Ergebnis ermöglicht die weitere Stärkung des Eigenkapitals, das nun 127,6 Mio. Euro beträgt. Damit werden die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben gut eingehalten.

Dass die VR Bank Enz plus den an sie gestellten gesetzlichen Anforderungen umfassend und vollständig gerecht wird, attestiert auch der Prüfungsbericht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, den Reinhard Engel, Vorsitzender des Aufsichtsrats, der Vertreterversammlung vorgelegt hat. Vorstand und Aufsichtsrat wird darin eine tadellose Arbeit bestätigt.

Abstimmung bei der Vertreterversammlung

Vorstand und Aufsichtsrat haben den Mitgliedervertretern die Reduzierung der Dividende von 4% auf 2,5% vorgeschlagen. Mitglieder sind nicht nur einfach Kunden der VR Bank Enz plus. Mitglieder sind Eigentümer und genießen damit eine ganze Reihe an Vorteilen. So wurde im Herbst 2018 von der Bank das Mitglieder-Vorteils-Programm entwickelt und eingeführt. Mitglieder, die ihr Konto bei der VR Bank führen und damit die Leistungen der Bank intensiver nutzen, erhalten bereits bei der Kontoführung einen Rabatt und werden so bevorzugt. Sie genießen im Vergleich zu "normalen" Kunden Vorteile, die sich spürbar in "Euro und Cent" auswirken. Im Durchschnitt erhalten die Mitglieder somit mehr als bislang, als nur die Dividende ausgeschüttet wurde. Kritische Stimmen und einen regen Meinungsaustausch hierzu gab es von Mitgliedern, die mehrere Geschäftsanteile und nur ein Girokonto haben. Ab sechs Anteilen ist der Rabatt aus den Kontoführungspreisen aufgebraucht. Mit 325 zu 41 Stimmen folgte dennoch eine deutliche Mehrheit von 88,8% der Mitgliedervertreter dem Vorschlag der Verwaltung und bestätigte damit, die Angemessenheit des immer noch deutlich über Kapitalmarktniveau liegenden Dividendensatzes von 2,5%.

Der Aufsichtsratsvorsitzende (Bühne) bittet die Vertreter um Zustimmung
Wirtschaftsprüfer Michael Lauterbach verleiht Aufsichtsrat Thomas Föller die Silberne Ehrennadel des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands

Die Tagesordnung umfasste neben Berichten und Beschlüssen auch Wahlen von Aufsichtsratsmitgliedern und Ehrungen. Im Aufsichtsratsgremium bestätigt wurden die Damen Martina Lechler (Tiefenbronn-Lehningen) und Kerstin Nell-Schatz (Remchingen-Singen) sowie die Herren Hubert Bittighofer (Remchingen-Nöttingen), Sven Drollinger (Keltern-Ellmendingen), Uwe Elsäßer (Neulingen-Bauschlott), Alexander Essig (Pfinztal-Kleinsteinbach) und Walter Kopp (Königsbach-Stein). Die Ehrung für 25 Jahre Aufsichtsratstätigkeit durfte Thomas Föller entgegennehmen. Er ist seit 1994 Mitglied des Aufsichtsrates. Ihm wurde die Silberne Ehrennadel mit Urkunde des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands verliehen.

v.l.n.r.: Wirtschaftsprüfer Michael Lauterbach vom Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband, Thomas Föller (geehrt für 25-jährige Aufsichtsratstätigkeit), Vorstand Ulf Meißner, der scheidende Aufsichtsrat Reinhold Linzmeier (ausgezeichnet mit der Ehrenurkunde in Gold), die Vorstandsmitglieder Martin Schöner, Klemens Schork und Armin Kühn, der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wankmüller und der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Engel

Eine besondere Ehrung wurde dem langjährigen Aufsichtsratsmitglied Reinhold Linzmeier zuteil. Nach fast 32 Jahren schied Linzmeier auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Er war während dieser Zeit 17 Jahre Aufsichtsratsvorsitzender der VR Bank im Enzkreis und seit der Fusion 2017 erster stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Außerdem war er Mitglied des Kredit- und Prüfungsausschusses sowie des Personalausschusses. Für sein genossenschaftliches Lebenswerk wurde Linzmeier von Wirtschaftsprüfer Michael Lauterbach mit der Ehrenurkunde in Gold des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes ausgezeichnet, eine der höchsten Auszeichnungen des Verbandes. Vorstandsmitglied Klemens Schork dankte Linzmeier im Namen der Bank für seine herausragenden Leistungen und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.

Vorstand Klemens Schork (rechts) hält die Laudatio für den scheidenden Reinhold Linzmeier (Mitte) mit Gattin. In seiner bewegenden Abschiedsrede bezeichnete Linzmeier die VR Bank Enz plus, als eine Bank mit Herz und Verstand