VR Bank Enz plus eG blickt zufrieden auf das Jahr „eins“ nach der Fusion zurück

06.04.2019

Preisvorteil bei der Kontoführung für Mitglieder kompensiert Dividendenreduzierung.

Das Vorstandsgremium (v.l.n.r.): Armin Kühn, Ulf Meißner, Jürgen Wankmüller (Vorstandsvorsitzender), Martin Schöner und Klemens Schork

Nach der Fusion zur VR Bank Enz plus im Jahr 2017 hat der Vorstand jetzt die Zahlen für das erste Geschäftsjahr nach erfolgreicher Verschmelzung präsentiert. Als „Ihr Partner in der Region“ konnte sich das Geldinstitut sehr gut behaupten.

Die gute Geschäftsentwicklung begründet die Bank mit der Qualitätsberatung, ausgerichtet ausschließlich an den Bedürfnissen und Interessen der über 67.000 Kunden, von den mehr als die Hälfte auch Mitglieder der Bank sind. „Wir stellen zuerst einmal viele Fragen und hören gut zu. Danach sprechen wir gemeinsam über Lösungsmöglichkeiten. Und zwar so, dass unsere Kunden das gut nachvollziehen und damit selbst die für Sie passenden Entscheidungen treffen können. Wir sind Zuhörer und Berater, unsere Kunden die Entscheider“, so der Vorstandvorsitzende Jürgen Wankmüller. 

Und das hat zu sehr guten Ergebnissen geführt. Obwohl der Kreditwirtschaft innerhalb der bestehenden volkswirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen enge Grenzen gesetzt sind, konnte die Bank im Kundengeschäft sehr erfreuliche Zuwächse erzielen. Das betreute Kundenvolumen ist um rund 107 Mio. Euro auf 3 Mrd. Euro gestiegen (+3,7%). Hier haben sowohl Steigerungen beim Kundenanlagevolumen (+2,9% auf 1,77 Mrd. Euro) als auch beim Kundenkreditvolumen (+5,0% auf 1,23 Mrd. Euro) beigetragen. Die Bilanzsumme liegt mit 1.4 Mrd. Euro dabei nur unwesentlich über dem Wert des Vorjahres, was die Bank mit der Rückführung von Interbankengeldern begründet. Dies war aufgrund der guten Entwicklung der Kundeneinlagen möglich und ist eine Synergie aus der Fusion, so der Vorstand weiter.

Ulf Meißner, Vorstand Firmenkunden, freut sich, dass flächendeckend im gesamten Geschäftsgebiet hohe Zustimmungswerte und eine zunehmende Nachfrage für das nach der Fusion umfassendere Angebot an Beratungsleistungen zu verzeichnen ist. Die mittelständischen Firmen- und Geschäftskunden profitierten von umfangreicheren Finanzierungs- und Beratungsmöglichkeiten, die ein größeres Haus besser abbilden kann. „Bei all den notwendigen Veränderungen ist es nach unserer Einschätzung gelungen, die angestrebte Nähe als regionales Kreditinstitut zu unseren Mitgliedern und Kunden zu erhalten. Darauf werden wir auch künftig unser Augenmerk setzen und unser Angebot an interessanten Dienstleistungen weiter ausbauen.“

Sein Vorstandskollege Martin Schöner, verantwortlich für das Privatkundengeschäft, weist auf die vielfältigen Zugangswege zur Bank hin. „Das Schöne ist, wir bieten unseren Kunden alles, was sie brauchen: Geschäftsstellen in der Nähe, kompetente persönliche Beratung, ein eigenes KundenServiceCenter (KSC) und sehr gute Apps fürs Smartphone oder den PC. Für jeden das, was er braucht“, so Vorstand Schöner weiter. „Natürlich sehen wir, dass das Serviceangebot am klassischen Bankschalter immer weniger genutzt wird und auf der anderen Seite immer mehr Kunden in unserem KSC anrufen oder OnlineBanking nutzen. Das ist für viele Kunden einfach und bequem. Wir müssen diese Entwicklung beobachten und die nötigen Schlüsse hieraus ziehen, konstatiert Schöner. Ob schon konkrete Pläne für Änderungen im Geschäftsstellennetz vorliegen, wollte Schöner aber noch nicht erläutern. „Wir sind mitten in der Analyse. Bei allen Veränderungen stehen aber die Bedürfnisse und Interessen unserer Mitglieder und Kunden im Mittelpunkt", so der Vorstand weiter.

Das betont auch Klemens Schork, der den neuen Mitglieder-Vorteil der VR Bank vorstellt. Mitglieder sind nicht nur einfach Kunden der VR Bank Enz plus. Mitglieder sind Eigentümer und genießen damit eine ganze Reihe an Vorteilen. Bestimmte Leistungen, wie beispielsweise die Generationenberatung, werden ausschließlich den Mitgliedern der Bank angeboten. Darüber hinaus erhalten sie jährlich eine Dividende, die aber für alle Mitglieder gleich ist, egal wie eng sie mit der VR Bank Enz plus zusammen arbeiten. Das soll ab 2019 besser werden. Mitglieder, die ihr Konto bei der VR Bank führen und damit die Leistungen der Bank intensiver nutzen, erhalten bereits bei der Kontoführung einen Rabatt und werden so bevorzugt. Sie genießen im Vergleich zu "normalen" Kunden Vorteile, die sich spürbar in "Euro und Cent" auswirken, so Klemens Schork. Im Durchschnitt erhalten unsere Mitglieder 42% mehr als bislang, als nur die Dividende ausgeschüttet wurde, rechnet Vorstand Schork vor. Im Gegenzug werden Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung am 22. Mai 2019 vorschlagen, die Dividende von 4% auf 2,5% zu reduzieren, um die langfristige Stabilität der Bank weiterhin sicherzustellen. Im Durchschnitt erhalten unsere Mitglieder 42% mehr als bislang, als nur die Dividende ausgeschüttet wurde, betont Vorstand Schork.

Dass überhaupt eine mit Blick auf den Kapitalmarkt weiterhin attraktive Dividende bezahlt werden kann, ist den guten Ergebnissen zu verdanken, die die VR Bank Enz plus auch im vergangenen Jahr 2018 erzielt hat. Wie Vorstand Armin Kühn ausführt, ist das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 9,1 Mio. Euro leicht über den Werten des Vorjahres (8,5 Mio.). Mit diesem Wert ist die Bank sehr zufrieden. Die vor allem für die Finanzwirtschaft schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere der anhaltenden Nullzinspolitik der EZB, waren zu verkraften. Die mit der Fusion angestrebten positiven Effekte begannen in 2018 Wirkung zu entfalten. Das qualitativ gute Ergebnis ermöglicht die weitere Stärkung des Eigenkapitals, das nun 127,6 Mio. Euro beträgt. Damit werden die gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben gut eingehalten.

Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und Jahresabschluss gibt die Bank im Rahmen der Vertreterversammlung am 22. Mai 2019 um 19.00 Uhr in der Kulturhalle Remchingen.

Zahlen, Daten, Fakten:

Die VR Bank Enz plus eG ist mit einer Bilanzsumme von 1,4 Mrd. Euro, einem betreuten Kundenvolumen von 3 Mrd. Euro und 26 Geschäftsstellen die kundenorientierte und ortsnahe Genossenschaftsbank zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Über 270 Mitarbeiter kümmern sich um die rund 67.000 Kunden und 35.000 Mitglieder. Damit verfügt die Bank über die nötige Größe und Stabilität, um den Herausforderungen aus der Niedrigzinsphase, der aufwändigen Regulatorik sowie den Investitionen in Digitalisierung Rechnung zu tragen und kann gleichzeitig die Nähe zu ihren Mitgliedern und Kunden beibehalten.