Zwanzig Koffer für Peru

09.04.2019

Dank einer großen Kleiderspende einiger Reiseteilnehmer und zahlreicher Mitarbeiter der VR Bank Enz plus war diese außergewöhnliche Bankreise mit hohem sozialem Engagement verknüpft.

Zwanzig Koffer mit Kleiderspenden für Bedürftige peruanische Familien

Als am 24. März die neunzehn Reiseteilnehmer begleitet von Anna Maisch von der VR Bank Enz plus Ihren Flug nach Lima antraten, hatten sie doppelt so viel Gepäck wie üblich dabei. Jeder Reiseteilnehmer hatte einen zweiten Koffer, gefüllt mit Kleiderspenden für Bedürftige peruanische Familien im Schlepptau. Die Rührung und Freude von Limas Polizeichef war groß, als er die zwanzig Koffer entgegennahm. Damit stand die Traumreise in das drittgrößte Land Südamerikas gleich von Beginn an unter einem guten Stern.

Nach der morgendlichen Ankunft am Montag in der peruanischen Hauptstadt und einem üppigen Frühstück brachen die Urlauber zu einer Stadtbesichtigung in die Altstadt auf, die  in den letzten Jahren liebevoll restauriert wurde und dennoch nichts von ihrem kolonialen Charme verloren hat. Von dort aus ging es zum Casa de Aliaga. Das alte Herrenhaus im Herzen der Stadt, das siebzehn Generationen lang als Wohnhaus der Familie Aliaga diente, ist ein Juwel spanischer Kolonialarchitektur. Mit seinen alten hölzernen Balkone, den mit spanischen Kacheln verzierten Wänden, dem marmornen Treppenaufgang, der kolonialen Einrichtung sowie seinem liebevoll dekorierten, kleinen Innenhof samt Springbrunnen ist es heute ein sehenswertes Privatmuseum. Nachmittags waren die Reisenden im farbenfrohen und von Künstlern geprägten Viertel Barranco unterwegs. Nach einem leckeren Kaffee begab man sich an den direkt an den Klippen zum Pazifikstrand gelegenen „Liebes-Park.

Am darauffolgenden Tag führte ein Flug an das am Fuße des Vulkans Misti gelegene Arequipa. Arequipa ist eine der schönsten Kolonialstädte Lateinamerikas. Vom Aussichtspunkt Carmen Alto genossen die Teilnehmer einen atemberaubenden Panoramablick auf die Stadt und ihre Umgebung.  Danach ging es zur Plaza de Armas, mit ihren von Kolonialbauten geprägten Straßenzügen rund um den Dom und die Jesuitenkirche La Compania. Auch der anschließende Besuch des Dominikanerinnen-Klosters Santa Catalina begeisterte die Besucher. Die Ende des 16. Jahrhunderts im maurischen Stil gebaute Anlage entwickelte sich, auf Grund seiner fast 400 Jahre langen Abgeschlossenheit von der Außenwelt, zu einem eigenen autarken Klosterstädtchen.

Auch den vierten Reisetag verbrachte die Gruppe in Arequipa und besuchte gleich morgens das Juanita-Museum. Es beherbergt die auf 5.000 Metern Höhe im Eis des Ampato-Gipfels gefundene Mumie eines Inka-Mädchens. Die Geschichte der jungen Frau bietet Einblicke in den religiösen Alltag der Inka. Der folgende Ausflug führt die Reisenden vor die Tore der Stadt, zum Aussichtspunkt Sachaca, der einen herrlichen Blick auf die umliegende Vulkanlandschaft bot. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Abstecher zur Wassermühle von Sabandia.

Über den Patapampa-Pass mit einer Höhe von 4.900 Metern verließen die Bankreisenden donnerstags Arequipa. In den landschaftlich faszinierenden Höhenlagen beherrschten Lamaherden mit deren Hirten das Bild. Vorbei an Berghängen, die zu Inkazeiten terrassiert wurden, erreichte die Gruppe am Nachmittag die Provinzhauptstadt Chivay.

Am folgenden Reisetag ging es frühmorgens weiter zum Cruz del Condor. Die Anhöhe erhielt ihren Namen von den gleichnamigen majestätischen Raubvögeln, die täglich die erste schwache Morgenthermik nutzen und mit einer Flügelspannweite von zwei bis drei Metern ihre Kreise über den Colca Canyon ziehen. Von einem in 3.700 Meter Höhe gelegenen Aussichtspunkt bot sich den Ausflüglern ein unbeschreiblicher Blick auf das Tal des Rio Colca und die dahinter liegenden 6.000 Meter hohe Vulkane. Auf der Weiterfahrt wurden mehrere Zwischenstopps eingelegt, um Dörfer wie Maca oder Yanqe zu sehen. Am Nachmittag gelangt die Gruppe nach Puno, wo auf 3.827 Metern Höhe der berühmte Titicacasee liegt. Dieser ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde.

Ein Teil der Reisegruppe in Peru

Um den Titicacasee genauer zu erkunden organisierte die Reiseleitung am darauffolgenden Samstag eine Schifffahrt zu den schwimmenden Inseln der Uros-Indianer. Die Bewohner dieser künstlichen, ins Schilfdickicht geflochtenen Inseln, haben diese Tradition ihrer ältesten Vorfahren bewahrt. Weiter ging es zur Taquile-Insel, auf der eine nahezu autark lebende authentische indianische Gemeinschaft angesiedelt ist. Die Bewohner sprechen Quechua, eine Sprachfamilie, die ausschließlich im Andenraum Südamerikas gesprochen wird.

Sonntags brach die Reisegesellschaft zu einer interessanten Panoramafahrt nach Cusco auf. Auf der Strecke konnten die Teilnehmer das quirlige Treiben in den Ortschaften Pukara und Racqui erleben und außerdem noch das Pucara Lithic Museum sowie die, als „sixtinischen Kapelle der Anden“ bezeichnete, Kirche von Andahuaylillas besichtigen. Ein Tag der einen farbigen Reigen bunter Trachten, exotischer Gerüche, indianischer Sprachen und lärmender Verkäufer bot, lag hinter den Urlaubern, als sie den La Raya-Pass mit 4.313 Meter Höhe überquert hatten.

Die ehemalige Inka-Hauptstadt  Cusco war am nächsten Reisetag idealer Ausgangspunkt für die Besichtigung zahlreicher Ruinenstätten. Eine Rundfahrt am Vormittag lud ein zum Besuch der Kathedrale, des Platzes der Sonnenanbetung sowie der Inka-Ruinen der Umgebung: Kenko, Puca Pucara, die Inka-Badeanstalt Tambo Machay und Sacsahuaman. Am Nachmittag blieb Zeit Cusco auf eigene Faust noch weiter zu entdecken.

VR Bank Reisebegleiterin Anna Maisch in den Regenbogenbergen auf 5.036 Metern Höhe

Am 2. April hatten die Reisenden den ganzen Tag in Cusco zur freien Verfügung. Fünfzehn Teilnehmer nutzten die Möglichkeit mit dem Reiseführer frühmorgens einen Reitausflug in die Regenbogenberge zu unternehmen. Mit der streifenförmigen Anordnung der Sedimente sieht der durch die andine Auffaltung entstandene Berg aus der Nähe tatsächlich wie ein Regenbogen aus. Alternativ konnte ein halbtägiger Keramikkurs in einer Werkstatt in Cusco gebucht werden, wo zunächst die Töpferfertigkeiten der Inka demonstriert wurden und die Teilnehmer anschließend unter Anleitung jeweils eine eigene, typische Tonfigur töpfern und farbig bemalen konnten. Ein perfektes Andenken an die gemeinsame Perureise.

Mittwochs stand eine ganztägige Ausflugsfahrt durch „das Heilige Tal der Inka“ zur festungsartigen Stadt Pisac auf dem Programm. Dort bot der Besuch eines Indiomarktes ein Erlebnis für alle Sinne. Anschließend gelangten die Bankreisenden nach Ollantaytambo, ein kleines indianisches Dorf, oberhalb dessen eine Festungsburg liegt. Deren beeindruckender Haupttempel wurde aus rund 50 Tonnen schweren Steinblöcken erbaut.

Der sagenumwobene Machu Picchu

Einen besonderen Höhepunkt bot der zwölfte Reisetag. Mit einer Schmalspurbahn fuhr die Gruppe zu dem erst 1911 wiederentdeckten Machu Picchu. Durch das Urubamba-Tal gelangten die Teilnehmer zum Fuße des gewaltigen Berges. Mit Minibussen ging es weiter über eine Serpentinenstraße bis zur geheimnisvollen „verlorenen Stadt“. Die vermutlich Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute terrassenförmige Stadtanlage mit kaskadenförmigen gestaffelten Brunnenbecken und Kanalverbindungen beherbergte, Forschungen zufolge, in Ihrer Hochblüte bis zu tausend Einwohner. Die weitläufige Ruinenstadt bot den Bankreisenden einen eindrucksvollen Einblick in das Alltagsleben der Inka und wird allen sicher unvergessen bleiben. Umso schwerer fiel der Abschied, da am Nachmittag bereits die Rückfahrt nach Cusco geplant war.

Freitags blieb noch ein wenig Freizeit in Cusco bis der Flieger nach Lima abhob und von dort der Weiterflug nach Frankfurt zur Heimreise anstand.

Eine Reise mit grenzenloser Vielfalt, von der Millionenstadt Lima über die schöne Kolanialstadt Arequipa, Natur pur und eindrucksvolle Landschaften am Colca Canyon und am Titicacasee, der Besuch der ehemaligen Hauptstadt des gewaltigen Inkareiches Cusco und die Ruinenstadt Machu Picchu haben bleibende Erinnerungen bei den zwanzig Reiseteilnehmern hinterlassen.

Für Reiselustige hält die VR Bank Enz plus dieses Jahr noch eine von Vorstand Armin Kühn begleitete Montenegro-Reise von 26. Mai bis 2. Juni bereit. Außerdem steht am 12. Juni ein Tagesausflug nach Schorndorf auf dem Programm. Im August geht es mit Anna Maisch elf Tage auf Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau. Und vom 16. bis 21. Oktober entdecken Bankreisende bei einer Busreise die wunderschöne Steiermark, besuchen aber auch Kärntens Landeshauptstadt Klagenfurt. Anmeldungen für alle Veranstaltungen und Reisen online unter www.vrbep.de/reisen oder mittels Veranstaltungsflyern bei allen Geschäftsstellen der VR Bank Enz plus.