Geschäftsjahr 2019

09.04.2020

VR Bank Enz plus unterstützt ihre Mitglieder und Kunden – umso mehr in der Corona-Zeit.

Das Vorstandsgremium (v.l.n.r.): Armin Kühn, Ulf Meißner, Jürgen Wankmüller (Vorstandsvorsitzender) und Martin Schöner

"Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, einen starken und verlässlichen Partner an seiner Seite zu haben. Und dieser Partner sind wir für unsere Mitglieder und Kunden." Mit diesen Worten startet der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wankmüller in die Bilanzpressekonferenz der VR Bank Enz plus, die aufgrund der Corona-Pandemie erstmals in digitaler Form via Internet stattfand. Jeder Vorstand in seinem Büro, die Vertreter der Presse ebenfalls per Link über die Konferenz-Software mit der Bank verbunden.

"Unsere Kunden brauchen jetzt viel Unterstützung und Begleitung. Private Haushalte ebenso wie Gewerbetreibende und mittelständische Unternehmen in diesen für alle so schwierigen Zeiten. Beratung zu staatlichen Unterstützungsleistungen und Förderkrediten ebenso wie Stundung von Darlehensraten, Ausweitung von Kreditlinien oder aber auch einfach ein Bargeld-Bringservice für ältere Kunden oder Kunden in Quarantäne, die das Haus nicht verlassen können oder dürfen. Wir sind für unsere Kunden da", so Jürgen Wankmüller weiter. "Gerade in der Krise muss sich eine Hausbank bewähren, und das tun wir als VR Bank Enz plus."

Die Grundlage für die wirtschaftliche Stärke wurde in der Vergangenheit gelegt, nicht zuletzt auch im vergangenen Geschäftsjahr 2019, das aufgrund der aktuellen Ereignisse stark in den Hintergrund gerückt ist. Trotzdem berichtet der Vorstand im Rahmen der Bilanzpressekonferenz von einem guten Geschäftsverlauf und beeindruckendem Wachstum. Das betreute Kundenvolumen stieg um 5,3 % auf 3.146 Mio. Euro. Damit hat das betreute Kundenvolumen deutlich die Marke von 3 Mrd. Euro überschritten. Getragen wurde dieses Wachstum vom Kundenkreditvolumen, dessen Anstieg mit einem Plus von 6,9 % noch höher ausfiel, als das bereits gute Wachstum von 4,1 % bei den Kundenanlagen.

Mit dem operativ erwirtschafteten Ergebnis ist die Bank ebenfalls zufrieden. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 126 TEUR auf 24,9 Mio. Euro. Der Rückgang der Zinsspanne konnte durch das Wachstum im Kreditgeschäft kompensiert werden. Und auch das Provisionsergebnis, eine Folge der sehr guten Beratungsqualität der Bank, hat sich um 2,0 % auf 10,4 Mio. Euro erhöht. "Dieses gute operative Ergebnis in 2019", so der Vorstand, "darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir in den kommenden Jahren einen deutlichen Rückgang im Zinsergebnis sehen werden", so Wankmüller. Nicht ohne Grund habe die Bank deshalb bereits im Jahr 2019 das Zukunftsprojekt „ZUKUNFT.GESTALTEN.“ gestartet. "Wir wollen auch in Zukunft wirtschaftlich stabil und leistungsfähig sein", so der gesamte Vorstand. Deshalb war es wichtig, frühzeitig die Weichen zu stellen. Sowohl die anhaltende Niedrigzinsphase – die in der Zwischenzeit als die neue Normalität angesehen werden muss – als auch das veränderte Kundenverhalten durch die Digitalisierung, erfordern Änderungen in den Prozessen und Strukturen der Bank. Deshalb habe die Bank auch solch umfangreiche Änderungen in die Wege geleitet, nicht zuletzt in den internen Abläufen oder im Geschäftsstellennetz, so Martin Schöner, der im Vorstand unter anderem für die Geschäftsstellen verantwortlich ist. "Viele Kunden nutzen vor allem die digitalen, direkten Zugangswege zu unserer Bank, der Service am Schalter wird eher selten in Anspruch genommen. Deshalb müssen wir auch dort investieren, wo unsere Kunden Leistungen von uns erwarten, beispielsweise im KundenServiceCenter oder beim MobileBanking", so Schöner weiter.

"Insgesamt basiert die Zukunftsstrategie der Bank auf drei Säulen", führt Vorstandsmitglied Armin Kühn aus. "Eine weiterhin exzellente Qualität in der Beratung, ein kundenorientierter Service und effiziente Strukturen und Prozesse. Bei diesen drei Säulen spiegelt sich auch die genossenschaftliche DNA wider", so Armin Kühn. Die Leistungen der Bank orientieren sich am Bedarf der Kunden und müssen sich dem veränderten Verhalten und veränderten Bedarf der Kunden anpassen.

Zu den Zahlen zur Geschäftsentwicklung 2019 führte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Wankmüller weiter aus, dass rund 2,7 Mio. Euro und damit ein großer Teil der Kosten, die mit der Weiterentwicklung der Bankstruktur verbunden sind, bereits in den Jahresabschluss 2019 aufgenommen wurden und dadurch das Ergebnis geschmälert haben. Ebenso wurden im Kreditbereich bei zwei größeren Kreditengagements Vorsorgemaßnahmen getroffen. Diese beiden Sonderfaktoren belasten das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Bank, das sich dadurch auf 3,0 Mio. Euro reduziert hat. Im Vorjahr wurden noch 6,3 Mio. Euro erzielt. "Mit diesen Maßnahmen legen wir jedoch den Grundstein für eine gute Entwicklung der Bank in den kommenden Jahren", so der Vorstand. Deshalb sei das Ergebnis ein guter Wert, der geprägt ist durch Sonderbelastungen für Investitionen zur Sicherung einer erfolgreichen Zukunft. Dieser Vorsorge für die Zukunft kommt angesichts der Corona-bedingt zu erwartenden Belastungen in 2020ff. eine besondere Bedeutung zu.

Die Zustimmung der Vertreterversammlung vorausgesetzt, will die Bank auch in diesem Jahr eine Dividende von 2,5% an ihre Mitglieder ausschütten. Bereits in der Vertreterversammlung 2019 wurde der Dividendensatz von den Mitgliedervertretern auf ein angemessenes Niveau gesenkt, so dass die Mitglieder auch in diesem Jahr in den Genuss einer deutlich über dem Kapitalmarktniveau liegende Rendite für ihr Geschäftsguthaben kommen.

Die aktuelle Corona-Krise ist auch ein Stichwort für Ulf Meißner, im Vorstand für das Firmenkunden-Geschäft verantwortlich. Er weist darauf hin, dass die Bank umfangreiche Maßnahmen in die Wege geleitet hat, um die vielen Anfragen zu den staatlichen Unterstützungsleistungen zu bearbeiten. "Unsere Firmen und Gewerbetreibenden können sich auf uns verlassen. Wir unterstützen sie mit der zeitnahen Bearbeitung von Kreditanträgen. Aufgrund der sehr hohen Anzahl an Anfragen kann es allerdings zu einigen Tagen Bearbeitungszeit kommen. Wir haben aber unsere Kapazitäten deutlich erhöht und arbeiten in Sonderschichten", so Meißner weiter. "Unsere Kunden können auf uns zählen."

Weitere Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und Jahresabschluss gibt die Bank im Rahmen der Vertreterversammlung, die für den 27. Mai 2020 um 19.00 Uhr in der Kulturhalle Remchingen geplant ist. Derzeit ist noch nicht absehbar, ob dieser Termin aufgrund der geltenden Versammlungsbeschränkungen zu halten ist. Alle Vertreter werden rechtzeitig über eine eventuelle Verschiebung informiert.

Zahlen, Daten, Fakten:

Die VR Bank Enz plus ist mit einem betreuten Kundenvolumen von 3,1 Mrd. Euro die kundenorientierte und ortsnahe Genossenschaftsbank zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Über 270 Mitarbeiter kümmern sich um die rund 67.000 Kunden und 35.000 Mitglieder. Damit verfügt die Bank über die nötige Größe und Stabilität, um den Herausforderungen aus der Niedrigzinsphase, der aufwändigen Regulatorik sowie den Investitionen in Digitalisierung Rechnung zu tragen und kann gleichzeitig die Nähe zu ihren Mitgliedern und Kunden beibehalten.