VR Bank Enz plus eG beschließt erfolgreiches Geschäftsjahr und stellt die Weichen für die Zukunft.

24.06.2021 - Geschäftsverlauf in 2020 sehr gut, Zum weiteren Ausbau der Leistungsfähigkeit Fusion mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden angestrebt.

Das Vorstandsgremium: (v. l.) Ulf Meißner, Martin Schöner, Jürgen Wankmüller (Vorstandsvorsitzender), Armin Kühn

(Remchingen) „Selbstverständlich war – wie bei vielen unserer Kunden auch – das vergangene Jahr durch die Einflüsse der Corona-Pandemie geprägt, so Jürgen Wankmüller, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Enz plus. Gleichzeitig haben wir aber auch mit unserem Strategieprojekt ZUKUNFT.GESTALTEN. wichtige Entscheidungen für die gute Entwicklung der Bank getroffen. Die regionalen KompetenzCenter sichern unsere hohe Beratungsqualität und bieten unseren Mitgliedern und Kunden die erforderlichen qualifizierten Ansprechpartner direkt vor Ort, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Gleichzeitig haben wir unsere digitalen Angebote mit einer Online-Beratung, dem VR VideoService und zusätzlichen Leistungen im KundenServiceCenter deutlich erweitert. Gerade im Lockdown, in dem persönliche Kontakte eher vermieden werden sollten, konnten wir trotz der vorgegebenen Einschränkungen alle unsere Bankleistungen anbieten, ergänzt sein Vorstandskollege Martin Schöner. Davon haben unsere Mitglieder und Kunden profitiert. Gleichzeitig hat die Bank sehr gute Ergebnisse erzielt und kann deutliche Zuwächse im Kundengeschäft verzeichnen.

Das betreute Kundenvolumen erhöhte sich deutlich um 10,0 % auf 3,4 Mrd. Euro. In Folge der starken Nachfrage ist das betreute Kundenkreditvolumen um 7,0% auf 1,4 Mrd. Euro angestiegen. „Wir waren für unsere Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden ein verlässlicher Partner und haben die gesamte Region mit Finanzierungen versorgt“, erläutert Ulf Meißner. Bei der Beantragung von staatlichen Corona-Hilfen wurde schnell und unbürokratisch geholfen.

 „Mit gemischten Gefühlen sehen wir allerdings die Entwicklung der bilanziellen Kundeneinlagen“, so Vorstand Armin Kühn weiter. Die Kundeneinlagen sind um 13,7 % auf nun 1,2 Mrd. Euro angestiegen. Grundsätzlich ist es für eine Bank positiv, wenn die Kunden ihr vertrauen und Gelder bei der Bank anlegen. Allerdings bringt das eine Herausforderung mit sich: Banken müssen derzeit 0,50 % Negativzinsen an die Bundesbank bezahlen. „Unsere Kunden bringen uns das Geld schneller, als wir es in Form von Krediten weitergeben können. Zudem parken es Kunden eher auf Tagesgeldkonten und legen es nicht ertragsbringend in Wertpapieren an. Seit Jahren geht unseren Kunden dadurch eine beachtliche Rendite verloren, obwohl es gute Möglichkeiten gibt, eine solide Rendite bei überschaubarem Risiko zu erzielen“ ergänzt sein Vorstandskollege Schöner. Die Bank sieht sich hier in der Verantwortung und geht aktiv auf ihre Mitglieder und Kunden zu, um diese bei der Geldanlage zu beraten. Dass das schon in 2020 gut gelungen ist, zeigt sich an der deutlichen Steigerung der gesamten betreuten Kundenanlagen, die sich um 12,1% auf über 2 Mrd. Euro erhöhten.

Die gesamte, positive Entwicklung hat sich auch auf das Ergebnis der Bank niedergeschlagen, das sich im Vergleich zum Vorjahr, welches durch Sonderfaktoren beeinträchtigt war, deutlich verbessert hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben deshalb auch der Vertreterversammlung vorschlagen, eine Dividende von 5% für die beiden Geschäftsjahre 2019 und 2020 auszuschütten. Im Vorjahr hatte die EZB noch mit Blick auf die nicht einschätzbaren Risiken der Corona-Pandemie auf alle Banken eingewirkt, auf eine Dividendenzahlung zu verzichten.

Dem Dividendenbeschluss stimmten die Vertreter der VR Bank Enz plus in der digitalen Versammlung ebenso zu, wie allen weiteren Beschlussvorschlägen. So wurden auch die Mitglieder des Aufsichtsrats, die turnusmäßig zur Wiederwahl anstanden, mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt. Martina Lechler, Volker Dennig und Sven Drollinger gestalten im Aufsichtsrat auch weiterhin mit an der Zukunft.

„Und die Gestaltung der Zukunft ist ein gutes Stichwort“, so Jürgen Wankmüller weiter. Durch die Fusion im Jahr 2017 und die erfolgreiche Umsetzung der KompetenzCenter-Konzeption haben wir einen sehr guten Stand erzielt und die Grundlage für eine gute Entwicklung der Bank und gute Ergebnisse gelegt. Das letzte Jahr hat das bewiesen. Darauf könnten wir uns jetzt ausruhen und die vor uns liegenden erforderlichen nächsten Schritte erst einmal aussitzen, so der Vorstandsvorsitzende. Vorstand und Aufsichtsrat sind sich aber einig, dass die Bank auch weiterhin alle nötigen Veränderungen rechtzeitig und eigeninitiativ in die Wege leiten will. Und mit Blick auf die großen Herausforderungen der Zukunft gilt es die Kräfte zu bündeln, um eine noch leistungsfähigere Genossenschaft zu bilden. Deshalb hat die Bank Gespräche über eine Fusion mit der Volksbank Karlsruhe Baden-Baden aufgenommen.

„Beide Genossenschaftsbanken bringen unterschiedliche Erfahrungen und Stärken in das neue Haus ein, so dass die Mitglieder und Kunden beider Häuser davon profitieren können. Auf dieser Grundlage hätte diese neue Bank beste Chancen, dauerhaft eine führende Rolle als genossenschaftliches Kreditinstitut in der Region einzunehmen“, so der Vorstandsvorsitzende. Und nicht zuletzt werde sich die VR Bank Enz plus mit ihren umfangreichen Stärken, etwa der KompetenzCenter-Konzeption, der Generationenberatung oder der Erfahrung in der Digitalisierung gestaltend einbringen und das neue Haus mit prägen.

 

Zahlen, Daten, Fakten:

Die VR Bank Enz plus eG ist mit einem betreuten Kundenvolumen von 3,4 Mrd. Euro die kundenorientierte und ortsnahe Genossenschaftsbank zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Rund 210 Mitarbeiter kümmern sich um die rund 65.000 Kunden und 35.000 Mitglieder. Weitergehende Informationen finden Sier hier.